Wo war was los?

Außerirdische landen in Langerwisch

Nach der Fortsetzung unserer Geschichte und dem Aufruf, sich mit Ideen oder aktiv am Höfefest zu beteiligen, haben sich weitere Akteure für das 7. Fest angemeldet. Essen, Trinken, Kaffee und Kuchen sowie Naschereien wird es ausreichend geben, die Märchenfee Soraja landet direkt aus dem Orbit im Kita-Garten, auch der Pferdewagen wird wieder über die Festmeile kutschieren. Kreativ wird es mit textiler Bildgestaltung, Perlenwickeln, Kartenkunst, Patchwork, Tonfiguren, Hütebasteln, Maskengestaltung, oder in den Ateliers Breithor und Anhoff. Die Firmen MAWA Design und SAWO Garten stellen ebenfalls aus. Bereits zur Eröffnung am Samstag wird es einen Weltraum-Tanz der Kinder aus der Kita Langerwisch geben. Im und am Galerie-Cafe gibt es eine Space-Basis mit kulinarischen und musikalischen Überraschungen. Das Weltraummuseum Morgenröthe-Rautenkranz will uns mit Plakaten unterstützen. Wem der außerirdische Trubel zu schrill wird, der kann sich in die Kirche als Ort der Stille begeben.
Großes Highligt wird eine Modenschau sein. Dafür suchen wir Super-Space-Models! Traut euch! Entwicket eure eigenen Kostüme im Weltraumdesign und präsentiert diese auf unserer Modenschau zum 7.Höfefest am Samstag dem 6.September!
Für das Höfefest in Neu Langerwisch brauchen wir Ihre Ideen und folgende Unterstützung:
- Anwohner und anliegende Firmen, die ihre Höfe öffnen und/oder die Einfahrten/Tore hübsch schmücken
- Figuren jeglicher Art von Außerirdischen/UFO's, ob von Laien oder Künstlern gestaltet
- Projektarbeiten aus Kitas und Schulen
- Tanz und Musik, Geschichten und Bilder zum Thema Ufos u.ä.
- fantastische Verkleidungen als Außerirdische für eine Modenschau
- junge Mädchen, die als Models Weltraummode präsentieren
- Schminkfreudige, die Freiwillige nicht nur zu "Marsmännchen" verwandeln
- Stände oder Spiele, die dem Thema angepasst sind
- Händler mit kreativen Ideen und ländlichen Produkten
- Handwerker, denen man über die Schulter schauen kann
- Darstellung von Kunst-, Kultur-, Heimat-, Kinder- und Seniorenvereinen
- jegliches Material, welches zum Thema passt- Ideen für Parkplatzmöglichkeiten (Anwohner bitte so weit es geht auf ihren Höfen parken), Alternative Priesterweg

Wasserwerk Info - Veranstaltung in Wilhelmshorst

von links: Torsten Könnemann, Verbandsvorsteher "Mittelgraben" Reinhard Mirbach, MWA Geschäftsführer Felix von Streit

Am 20.6. hat der Vorsitzende des WAZV Mittelgraben und Bürgermeister von Michendorf, Reinhard Mirbach, mit der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) als betriebsführender Dienstleister, die erste Runde, von weiteren geplanten Veranstaltungen zum Thema Wasserwerk veranstaltet. Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2014 wurde dieses, auch für die Bürger der Gemeinde Nuthetal und Michendorf wichtige Thema, rhetorisch zu Wahlkampfzwecken hochgespielt, obwohl noch niemand über Daten und Fakten verfügte. Der Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Michendorf hätte es sich leicht machen können, indem er mit dem Wasser Lieferanten, der EWP Potsdam, einen neuen Vertrag ausgehandelt hätte, danach eine Unterschrift geleistet und für weitere fünf Jahre zu den Bedingungen aus Potsdam Wasser bezogen würde.

Dies wäre scheinbar auch für die Landespolitik die bevorzugte Variante gewesen. Nun hatte Mirbach, wie er auf der Veranstaltung in Wilhelmshorst erklärte ein eigenes Wasserwerk ins Gespräch gebracht um für die Versorgung Nuthetals und Michendorfs günstigere Bezugskosten, stabileren Druck und Unabhängigkeit von Preisdiktaten zu erreichen. Weiter Mirbach:“Es kann nicht angehen, dass die Bürger von allen möglichen „Experten“ aus der Presse erfahren, wie die MWA die Entscheidung im November vorbereitet, die im Auftrag des Zweckverbandes handelt“. Die betroffenen Bürger, in dessen Wohnnähe das Wasserwerk und die Brunnen entstehen sollen, brachten ihre berechtigten Forderungen vor, in denen zu klären ist, was die Wasserschutzzonen für ihre Wohnlage bedeutet und welche Einschränkungen damit verbunden sind. Hierzu sagte der Verbandsvorsteher Reinhard Mirbach zu, speziell für die Anwohner des Forstweges eine umfassende Information zur Verfügung zu stellen. In die Betrachtung des Vorhabens ist auch mit einzubeziehen, dass es gilt, mit Blick auf die nächsten Generationen eine stabile Wasserversorgung sicher zu stellen. Den verfahrenstechnischen Zeitablauf hatte der MB bereits in der Ausgabe Juni veröffentlicht.

Torsten Könnemann, Prokurist für den technischen Bereich der MWA, erklärte in seiner Präsentation, dass die Positionierung der Lage des Wasserwerkes, anschließend an die Bebauung Forstweg, von der Forstwirtschaft festgelegt wurde, was auch zu geringfügigeren Baumfällungen führen soll. Eine Verkehrstechnische Belastung soll für die Anwohner bei Bauausführung weitestgehend vermieden werden. In seiner fast 40 minütigen, sachlichen Darstellung konnten sich die rund 52 erschienen Bürger ein Bild von der Komplexität einen solchen Vorhabens machen. Im Jahr 2013 betrug die Einspeisung von Reinwasser 932.656 m3, davon war der Fremdbezug von der EWP Potsdam 547.370 m3, was einem Anteil von 59% entspricht. Die alternative, Reinwasser von anderen Aufgabenträgern zu bekommen, schließt sich durch zu hohe Investitionen für Leitungsnetze und Wasserwerkskapazitäten aus. Auf spontane Fragen der Bürger, ob das Wasser nun preiswerter würde, antwortete Mirbach ehrlich: „ Ziel ist es die Wasser Preise stabil, möglichst günstiger, bei guter Qualität und ausreichendem Druck zu liefern, dies zu bewerten ist erst nach den Erkenntnissen des Probebrunnens zu bestimmen. Mirbach weiter:“ Und genau darum machen wir das hier!“
MWA Geschäftsführer Felix von Streit fügte hinzu:“ Wir verschließen uns keiner konstruktiven Idee und werden auch die Vorschläge von Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig in unsere Betrachtungen einbeziehen, die es ermöglicht bezahlbare Preise, gute Trinkwasserqualität bei hoher Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Liebe Leser, der Märkische Bogen informiert Sie weiter zu diesem „Heißen Eisen“ der Gemeinde. dh

Seniorenwoche in Michendorf

Unter dem Motto „Seniorinnen und Senioren im Land Brandenburg – aktiv, selbstbewusst und solidarisch“ stand die 21. Brandenburgische Seniorenwoche auch am 19.6. in Michendorf. In Abwesenheit vom Seniorenbeiratsvorsitzenden Wolfgang Kroll, der einen Termin zur konstituierenden Sitzung des Kreistages absolvierte, hatte Stellvertreter Karl-Heinz Schmidt die Leitung der Veranstaltung des Seniorenbeirats Michendorf anlässlich der Seniorenwoche übernommen. Er schilderte die engagierten Aktivitäten des Beirates, bei denen einiges geschafft wurde, aber auch noch weitere Vorhaben für die Seniorenarbeit auf dem Arbeitszettel stehen. Für die neue Legislaturperiode stellten sich folgende Mitbürger für die Seniorenarbeit in der Gemeinde zur Verfügung: Karl-Heinz Schmidt – Fresdorf, Harald Müller – Michendorf, Peter Neuer, Wolfgang Kroll – Langerwisch, Ingo Tonn, Vertreter Hardy Huschke – Stücken, Monika Brecht, Roswitha Huth – Wildenbruch, Renate Kunze, Gerd Mühlbach – Wilhelmshorst.
In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Reinhard Mirbach dem Seniorenbeirat für seine aktive Arbeit in der Gemeinde.
Im Anschluss folgend, wurden zwei verdiente Damen mit der höchsten Auszeichnung die Michendorf erweisen kann ausgezeichnet. Auf Vorschlag von Michendorfs Ortsvorsteher Hartmut Besch konnte sich die allen bekannte liebenswerte wie resolute Michendorferin Thea Radke, die ehemalige AWO –„Chefin“ von Michendorf, ins Goldene Buch eintragen. Bürgermeister Mirbach bedankte sich in seiner Laudatio für viele angenehme Stunden, die er persönlich miterleben durfte. Der Ortsvorsteher von Wilhelmshorst, Gerd Sommerlatte sprach in seiner Laudatio für Annemarie Rübsam von der stillen, bescheidenen Person, die es verstand dennoch konsequent die Arbeit in der AWO Wilhelmshorst zu gestalten. Beide Damen haben sich um die älteren Mitbürger unserer Gemeinde verdient gemacht. Des Weiteren zeichnete Karl-Heinz Schmidt Dr. Erika Gaumer-Becker (Kulturbund Michendorf) für ihr unermüdliches Engagement im kulturellen Bereich aus.
Dass Jung und Alt Spaß machen kann, zeigte der kleine Chor der Michendorfer Grundschule, der unter Leitung von Sylvia Zander ein heiteres Programm vorführte. Schüler der Wilhelmshorster Oberschule sorgten mit ihrer engagierten Lehrerin Frau Gürges für den gesamten Service um die Kaffeetafel. Der Tanzsportverein Lokomotive Potsdam präsentierte, von Jürgen Rose moderiert, Auszüge eines Tanzsportprogramms mit Standard und lateinamerikanischen Tänzen, vorgetragen von den Schülern Maria Schwarze & David Mayelin, sowie dem recht professionellen Geschwisterpaar Nicole und Demjanin Neumann. Den Abschluss des Kulturprogrammes steuerte die Lesebühne bei. In einer Lesung von Ortrud Meyhöfer und Dr. Klaus-Dieter Becker wurden Liebesbriefe berühmter Frauen und Männer der Zeitgeschichte vorgetragen, die mit versierten Harfenklängen der Harfinistin Julia Bischof untermalt wurden. Michendorfer Senioren ohne Tanz geht nicht. Und so spielte Achim Weinert in gewohnter Form zum Tanz auf, was die Gäste auch ausgiebig zu nutzen wussten. Dieter Herrmann

Eintragung ins goldene Buch Michendorf

Annemarie Rübsam aus Wilhelmshorst
Annemarie Rübsam aus Wilhelmshorst
Thea Radke aus Michendorf
Thea Radke aus Michendorf

Eigenes Kraftwerk auf dem Dach

Erster Erfahrungsaustausch Solar Die eigene Photovoltaikanlage – lohnt sich das noch? Wieviel Strom produziert man? Ist das nicht zu kompliziert?
Vier Michendorfer stellen Ihre unterschiedlichen PV-Anlagen vor und versuchen Ihre Fragen zu PV-Komponenten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Angebotseinholung, Steuer und Versicherung zu beantworten. Ein privater Erfahrungsaustausch - nicht professionell, aber real. Ohne Verkaufsabsichten und ohne Gewähr.
Seien Sie herzlich willkommen
Dr. Björn Grüneberg für Bündnis 90/Die Grünen in Michendorf - Weitere Informationen: grueneb@web.de

Unsere schönen neuen Kleider

Ingo Schulze
21. Mai 2014 / 20 Uhr
Peter-Huchel-Haus / Hubertusweg 41 / Wilhelmshorst

Lesung & Gespräch
Moderation: Michael Opitz

„Aber er hat ja gar nichts an!“, ruft das Kind im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern und spricht damit aus, was alle sehen, doch nicht zu äußern wagen. Diese Parabel auf die Bereitschaft des Menschen zum Selbstbetrug stellt Ingo Schulze seiner großen Dresdner Rede voran. Gegen eine marktkonforme Demokratie - für demokratiekonforme Märkte lautet der Untertitel seines Einspruchs. Wie nur wenige Schriftsteller und Intellektuelle bezieht Ingo Schulze öffentlich eine politische Position. In seiner so faktenreichen wie poetischen Analyse des Status quo benennt er die Ursachen von Demokratieverlust und sozialer Polarisierung in unserer von Globalisierung geprägten Gesellschaft. Er zeigt, dass es notwendig ist, sich selbst wieder ernst zu nehmen, die Vereinzelung zu überwinden und die Welt als veränderbar zu begreifen.

Peter-Huchel-Haus: Hubertusweg 41, 14552 Michendorf / OT Wilhelmshorst, Tel. 033205 / 62963; www.peter-huchel-haus.de / Eintritt: 5 Euro / 4 Euro

am 22. Mai 2014,
ab 19 Uhr,
Gemeindezentrum „Zum Apfelbaum“, Michendorf

Außenminister in Michendorf

„Europäische Gemeinde Michendorf“
Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu Gast in Michendorf
Datum: 14. 05. 2014
Beginn: 18:00 - Ende: 20:00
Der Abend steht unter dem Motto „Europäische Gemeinde Michendorf“. Zu den offenen Diskussionsrunden sind alle Bürger, Parteien, politische Organisationen und Vereine eingeladen.
Ort: SenConvent Hotel Michendorf

7. Volkslauf Wilhelmshorst

Am Samstag den 10.05.2014
ist es wieder soweit, der Volkslauf „Rund um Wilhelmshorst“ findet statt. Es werden nicht nur zwei angenehm zu laufende Strecken angeboten, sondern auch für Unterhaltung für die vielen anwesenden Kinder gesorgt. Nach dem Lauf können sich alle mit Würstchen und Kuchen stärken. Die Strecke um den Ort ist abwechslungsreich und ermöglicht schnelle Zeiten, wenn auch letzten Jahr die Rekordzeiten des Vorjahres nicht erreicht wurden.

Zeitplan für den Volkslauf
09.00 Uhr Beginn Startnummernverkauf
10.00 Uhr Start Freizeitlauf - 3 Km
10.45 Uhr Start Walking
11.00 Uhr Start Volkslauf - 10 Km
ca. 12.30 Uhr Siegerehrung

6. Fresdorfer Fußballturnier

Zum 6. Fresdorfer Fußballturnier lädt der Ortsbeirat Fresdorf ein.
Die Wettkämpfe von Schüler und Männermannschaften finden am:

1.Mai 2014 statt.

Die Jugendmannschaften beginnen um 10 Uhr
Die Männermannschaften beginnen um 13 Uhr.

Es geht um den Wanderpokal des Ortsbeirates Fresdorf.
Für das leibliche Wohl der Sportler und Gäste sorgt der Dorfverein Fresdorf e.V.
Gäste sind herzlich Willkommen!

Premiere kLEINE bÜHNE Michendorf

Liebe Freunde der kLEINEN bÜHNE,
wir möchten Sie aufmerksam machen auf unsere nächste Premiere:

"Noch einmal verliebt" von Joe DiPietro wird am

Donnerstag, den 1. Mai, um 19.30 Uhr

auf die Bühne kommen. Eine Geschichte über die Liebe und gleichzeitig eine Geschichte über das Altern, ganz schlicht, ganz einfach, ganz wundervoll. Ein Lehrstück über das Leben, behutsam und plausibel gesponnen. Dass die drei Personen - zwei Frauen, ein Mann – jenseits 70 sind, ist dabei nicht nur kein Hindernis für die Liebe, sondern verleiht dem Stück eine großartige Tiefe. Das i-Tüpfelchen sind die Szenenübergänge. Ein junger Tenor - die Erinnerung des männlichen Darstellers an seine eigene Jugend und die Projektion dessen, was aus ihm hätte werden können - schafft es, aus einem schönen Theaterabend auch noch eine kleine musikalische Sternstunde zu machen.
Vielleicht ist es meine letzte Inszenierung für die kleinebühne. Ich habe es mit großer Freude gemacht, weil die Thematik des Stückes mich gepackt hat, zusammen mit meiner großen Leidenschaft zur Musik. Es stellt große Anforderungen an alle Mitwirkenden. Ich würde mich sehr über Ihren Besuch freuen und bitte um Verständnis für meine persönliche Anmerkung. Die weiteren Vorstellungstermine finden Sie auf unserer Webseite, wie Sie auch dort das Kontaktformular für Reservierungen benutzen können. Der Vorverkauf bei der Post Michendorf ist nun auch angelaufen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit – und bleiben Sie uns gewogen,
herzlichen Gruß Siegfried Patzer, Theaterleitung - kLEINE bÜHNE Michendorf

Weitere Aufführungen:

Mittagsangebote für Schüler & Senioren

Am 29.04. um 19.30 Uhr
möchten die Bündnisgrünen der Gemeinde Michendorf alle Interessierten zu einem offenen Diskussionsabend zum Thema Mittagessenangebote für Schüler und Senioren einladen. In unserer Gemeinde gibt es bereits eine rege Beteiligung von Seiten der Einwohner an der Einrichtung einer eigenen Schulküche für Kitas und Schulen, jetzt geht es darum diese Energien zu bündeln und zu nutzen.
Diskutieren Sie mit uns und unseren Kandidaten für die Kommunalwahl und seien sie dabei wenn neue Lösungen erdacht und erarbeitet werden. Jeder, ob alt oder jung, ist herzlich eingeladen.

„Gasthof zur Linde“
29.04.2014 um 19.30 Uhr
Kunersdorfer Straße 1, OT Wildenbruch

Kriegsbegeisterung - Was ist denn das?

Dr. Rainer Paetau

Historiker & Vorsitzender des Vereins "Freunde & Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte"

Projekttag mit Wilhelmshorster Schülern über Edlef Köppen, seinen Roman „Heeresbericht“ und den Ersten Weltkrieg
Warum meldete sich ein 21jähriger Student freiwillig für den Krieg? Wie wurde aus der anfänglichen Begeisterung alsbald Ernüchterung, Todesangst und schließlich Verzweiflung darüber, so viele Kameraden und Freunde verloren zu haben und als Soldat selbst zu einem „Täter“ geworden zu sein? Edlef Köppen (1893-1939) beschrieb seine Erlebnisse während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 in dem 1930 erschienenen „Heeresbericht“ - einem autobiografisch unterlegten Roman, der es mit Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ aufnehmen kann.

Im Medienzentrum der Wilhelmshorster Grund- und Oberschule gingen Schülerinnen und Schüler aus den 6. bis 10. Klassenstufen genau diesen Fragen nach. Dass dieser Krieg nicht nur der erste war, der weltweit geführt wurde, sondern auch der erste mit „modernen“ Waffen wie Panzern, Flugzeugen, Giftgas, Splitter-Granaten und Maschinengewehren etwa der deutschen Marke 08/15 bei gleichzeitig traditioneller Militärtaktik, das erfuhren die Schüler von den Historikern Juliane Brauer und Rainer Paetau vom Verein Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte. Zusammen mit weiteren Mitgliedern des Vereins sowie mit Geschichts- und Deutschlehrern der Schule führten sie die Schülerinnen und Schüler durch die anspruchsvolle Projektarbeit.

Ausgangspunkt und Thema des Projekttages war der „Heeresbericht“ von Köppen, der seit 1933 in Wilhelmshorst lebte und dessen Grabstein sich auf dem dortigen Friedhof befindet. Anlässlich seines 75. Todestages und im Hinblick auf den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren bereiteten Mitglieder des Vereins Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte eine Ausstellung zu Köppen vor, die am 8. März 2014 im Gemeindezentrum ihre Tore öffnete. Während diese Schau Köppens Kriegserlebnisse, seine Kriegstraumata, sein literarisches Werk sowie seine Pionierarbeit als Leiter der „Funk-Stunde“ beim Berliner Rundfunk thematisiert, standen beim Projekttag mit den Schülern die Erlebnisse des jungen Kriegsfreiwilligen im Mittelpunkt.

Köppens Darstellung des Soldaten-Alltags an der Westfront, seine im Schützengraben verfasste Gedichte wie einige seiner Feldpostbriefe riefen spontanes Interesse der Schüler hervor und bewegten sie zutiefst. Angesichts präziser Beschreibungen des feindlichen Artilleriefeuers bei Verdun, angesichts der vernichtenden Giftgaseinsätze und der Verzweiflung und Resignation vieler Soldaten, die sich im „Heeresbericht“ finden, versuchten die Schülerinnen und Schüler zu verstehen, warum so viele junge Menschen wie der 21jährige Student Köppen 1914 so begeistert in den Krieg zogen und vier Jahre lang kämpften, töteten, selbst getötet wurden oder als Schwerverletzte überlebten. Sie erfuhren, wie viele Millionen Opfer dieser erste „moderne“ Krieg forderte, wie hunderttausende verstümmelt und psychisch krank aus dem Krieg heimkehrten. Doch die unglaublichen Zahlen-Kolonnen über Kriegsopfer bleiben oft unverständlich. Am konkreten Beispiel der Biographie Köppens, der in den 1920er Jahren zu einem engagierten Pazifisten wurde und dessen Buch gerade wegen dieser Antikriegshaltung von den Nazis nach 1933 verboten wurde, erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie kostbar Frieden ist und wie wichtig es ist, dafür einzustehen.

Die Jungen und Mädchen übten mit Engagement und Kreativität eine Leseperformance mit Text-Collagen von Köppen ein, sie erarbeiteten die Biografie des 1939 jung verstorbenen Wilhelmshorsters und gestalteten Schaubilder zum Autor und dem Ersten Weltkrieg. Die Ergebnisse dieses Projekttages präsentierten die Schüler eindrucksvoll und unter großem Applaus zur Ausstellungseröffnung am 8. März im Wilhelmshorster Gemeindezentrum. Der gemeinschaftliche Projekttag unterstrich wieder einmal die gelungene Zusammenarbeit zwischen dem Verein der Ortshistoriker und der Schule. Mit Gewinn ließen sich diese Schülerinnen und Schüler für Geschichte begeistern. Schule und Eltern können durchaus stolz sein: nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf ein relativ hohes Maß an Empathie dieser Schüler, ihrer Kinder.

Juliane Brauer / Dr. Rainer Paetau

Neuer Pfarrer in Michendorf/Wildenbruch

Am 23.2. hatte die Ev. Kirchengemeinde Michendorf-Wildenbruch zu einem Einführungsgottesdienst eingeladen. Die lange Zeit vakante Stelle eines Pfarrers wurde nun nach Weggang von Pfarrer Uwe Breithor neu besetzt. Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche machte deutlich, dass die Gemeindemitglieder neugierig waren, auf den „Neuen“ Pfarrer. Superintendent Thomas Wisch betonte bei der Einführung, dass dem neuen Pfarrer mit Sicherheit eine spannende Aufgabe bevorsteht und wünschte ihm Gottes Segen. Der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Diethelm Baaske, begrüßte im Namen des Gemeindekirchenrates und der Gemeinde den neuen Pfarrer in aller Herzlichkeit, ohne zu vergessen sich bei den Pfarrern, die in der Vakanz Zeit der Gemeinde zur Verfügung standen, für ihren Einsatz zu danken. Wer ist es nun, der die Kirchengemeinde leiten soll?
Sein Name ist Michael Dürschlag, am 9.2.1965 in Nienburg/Weser, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen, geboren. Er war einer der ersten Theologen, die nach der Wende in den “Osten“ entsendet wurde. Im August 1990 verschlug es ihn in die Prignitz nach Pritzwalk. Nachgesagt wird dem impulsiven, quirligen Pfarrer ein wohl geformter Umgang mit Texten und Sprache, die auch schon mal unkonventionell sein können. Seine außerordentlichen Fähigkeiten sollen auch darin bestehen biblische Texte auch schon mal musikalisch zu interpretieren, spielt er doch gleich mehrere Instrumente wie Gitarre, Mandoline, Ukulele und Saxophon. Für Kantorin Elke Wiesenburg sicherlich eine Erweiterung musikalischer Klangkörper in unserer Kirche. Ein Schwerpunkt seines Wirkens ist die Jugend -und Konfirmandenarbeit, die ihm sehr am Herzen liegt, ferner den Menschen das Evangelium in vielfältiger Form nahe zu bringen. Bei dem gemütlichen Beisammensein nach dem Gottesdienst hießen auch die Vorsitzenden der Katholischen Kirchengemeinde Michendorfs und der Ev. Gemeinde Langerwisch/Wilhelmshorst, Thomas Drachenberg, Michael Dürschlag herzlich willkommen , der ihn mit einem Buchgeschenk und einem humorvollen Nebensatz von der A24 zur A10 nach Michendorf holte. Sympathisch machte schon einmal, dass er trotz seiner Amtseinführung den Geburtstag seiner Schwester nicht vergaß. Auch dem Gedanken der Ökumene, die in den letzten Jahren in der Gemeinde Michendorf gut gelang, steht Michael Dürschlag sehr offen gegenüber. Wir wünschen ihm ein gutes Gelingen. dh

Bürgermeister zu Gast beim SPD Ortsverband

Der neue Vorsitzende des SPD Ortsverbandes Michendorf, Volker-Gerd Westphal, hatte am 21.1. zur SPD Versammlung den Bürgermeister Reinhard Mirbach eingeladen. Aus erster Hand wollten die Vertreter des SPD Ortsverbandes Probleme, aber auch Ziele für die weitere Arbeit nach den Kommunalwahlen diskutieren. Der Bürgermeister, wie V.-G. Westphal verwiesen auf den fairen Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl zwischen R. Mirbach und Ch. Maas. In diesem Geiste sollen auch die bevorstehenden Wahlen inhaltliche Unterschiede darstellen. In der Diskussion stellte sich heraus, dass die wesentlichen Vorstellungen der SPD und des CDU Bürgermeisters weitgehend deckungsgleich sind und sich in Nuancen unterscheiden. Ein Unterschied stellte sich in der Betrachtung des Personalbedarfs der Verwaltung heraus. Hier möchte die SPD Personal abbauen, während Mirbach den Bestand als notwendig erachtete, mit dem Hinweis, dass noch nicht alle Mitarbeiter den Dienstleistungscharakter ihrer Aufgabe für die Bürger erkannt hätten. Haushaltstechnisch wollen beide weiter Schulden abbauen. Ferner wurde die Arbeit des Ordnungsamtes sehr kritisch beleuchtet, wo anhand von Fallbespielen mangelndes Fingerspitzengefühl und mangelhafter Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Bürger festgestellt wurde. Bei den zahlreichen Grundstücksproblemen im Straßen Raum konnte Mirbach auf die Erstellung eines Katasters hinweisen, dass sich in Arbeit befinde. Es war eine offene, ehrliche Diskussion, die in Stil und Form urdemokratischen Tugenden entsprach. dh

Neue Pfarrerin in Langerwisch/Wilhelmshorst

Pfarrerin Juliane Rumpel

Am Sonntag den 19.1.14 fand der Einführungsgottesdienst der neuen Pfarrerin Juliane Rumpel für die Kirchengemeinde Langerwisch/Wilhelmshorst statt. Schon auf dem Weg zur Kirche konnte man den Wilhelmshorster Bläserkreis unter der Leitung von Diethelm Baaske hören. Eine Viertelstunde vorher war die Kirche so voll, wie sonst nur an einem Heiligabend Gottesdienst. Der Chor „LaWiCantus“, unter Leitung von Elke Wiesenberg, der schon am Altar Platz genommen hatte und den Einführungsgottesdienst an diesem Sonntag würdevoll umrahmte, bot den Kirchenbesuchern neue, erfrischende Lieder, auch in englischer Sprache . Kurz nach 14.00 Uhr betraten der Pfarrer Bernd Kuhnt, sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrats aus Langerwisch und Wilhelmshorst und weitere hohe Kirchenmitglieder unsere Kirche zum Gottesdienst. Nach einer Andacht durch Pfarrer Bernd Kuhnt wurden er und Hartmut Hochbaum für ihre geleistete Arbeit durch Vertreter des Gemeindekirchenrates Dr. Thomas Drachenberg (Langerwisch) und Martin Kreitschmann (Wilhelmshorst) sowie dem Superintendent Thomas Wisch gedankt. Beide haben hier in den letzten Monaten die Kirchenarbeit in den umliegenden Orten am Laufen gehalten. Herr Dr. Drachenberg rief dann noch Frau Charlotte Starken nach vorn und dankte Ihr ebenfalls für ihren Einsatz im Gemeindebüro während der letzten zwei Jahre ohne feste Pfarrstelle, blieb doch vieles an Arbeit an ihr hängen. Superintendent Thomas Wisch, Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, sowie Pfarrer Konstantin Rost riefen dann Pfarrerin Juliane Rumpel zur Vereidigung auf. Die Pfarrerin ist am 29.September 1979 in Königs - Wusterhausen geboren. Nach verschiedenen Stationen ihres bisherigen Wirkens erhält sie nun für die Kirchengemeinde Langerwisch und Wilhelmshorst einen 10 jährigen Vertrag. Ihre erste Predigt hier in Langerwisch, aus dem Hebräerbrief 12,12-15.18.22-24a, war eine poetische Wanderung durch ihren Lebenslauf, bis hin zu den langen Wiesen und Kiefernwäldern rund um Langerwisch und Wilhelmshorst. Mehr über Juliane Rumpel erfahren Sie in der März Ausgabe des Märkischen Bogen.

Theaterleiter Siegfried Patzer

Der Vorhang schloss sich am 19.1., nach 9 Vorhängen, einem begeisterten Publikum, für die Inszenierung „Altweiberfrühling“ in der kleinen Bühne Michendorf. Zum ersten Mal waren alle Vorstellungen, es waren 27, ausverkauft. Heiter bis fröhlich verließen die Zuschauer das Theater. Ein Spiegel des Stückes fand sich im Gästebuch des Theaters wieder, in das die Gäste ihr Erstaunen und ihre Freude über die großartigen Leistungen der Schauspieler zum Ausdruck brachten. Eines hat die kLEINE bÜHNE sicherlich erreicht, die Absicht vieler, wieder nach Michendorf ins Theater zu gehen. Hinterfragt man diesen großartigen Erfolg, kommt man zu dem Ergebnis, dass das gesamte Ensemble unter Leitung von Regisseurin Christina Hofer seit den ersten Proben mit großer Freude und Lust bei der Sache waren. Christine Hofer ließ den Schauspielern Spielraum, ihre eigenen kreativen Ansätze ihrer gespielten Figur zu verkörpern, auch wenn die Regievorlage anderes vorsah. In Bettina Schüning hatte Christine Hofer eine hervorragende Regieassistentin, die auf gleicher Wellenlänge war. Nicht zu unterschätzen ist die Aussage von Theaterleiter Siegfried Patzer den Mietvertrag für die Spielstätte in der Potsdamer Str. um weitere 3 Jahre zu verlängern. Viel Zeit und Energie hatten das Ensemble und die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer in den letzten Jahren investiert und zu dem Erfolg der kLEINEN bÜHNE beigetragen. Siegfried Patzer hat auf Grund seiner langjährigen Theatererfahrung scheinbar in Regisseurin Christine Hofer die Person gefunden, die genauso „Theater verrückt“, im positivsten Sinne ist, wie er selbst. Im Februar und im März wird es zahlreiche interessante Gastspiele geben. Dies gibt dem Ensemble Zeit mal auszuruhen und sich in den anlaufenden Proben für die nächste Inszenierung wiederum neu zu begeistern und an das Publikum zu vermitteln. Zu danken ist auch den ehrenamtlichen Helfern des Vereins Bühnenfreunde, der dafür Sorge trägt, dass es in den Pausen „Sekt und Selters“ gibt. In großer Vorfreude erwarten die Theaterbesucher die neue Inszenierung. dh

2 Jahre Hotel Sens Convent Michendorf